Prof.Dr.rer.nat.habil.Erhard Geißler © MDC Foto David Ausserhofer
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Wo HIV tatsächlich herkommt

Viele Autoren glaubten von Anfang an daß die AIDS-Erreger direkt von Affen-Viren abstammen, vor allem nachdem 1985 in Afrikanischen Grünen Meerkatzen ein Virus gefunden worden war, das Ähnlichkeiten mit dem AIDS-Erreger aufwies und das deshalb einige Zeit lang als Vorläufer von HIV betrachtet wurde. Davon gingen aus die Desinformanten des KGB aus, übernahmen aber später Segals Version, wonach HIV ein gentechnisches Konstrukt sei.

Ab 1989 konnten zahlreiche weitere Viren aus afrikanischen Menschenaffen isoliert werden, die mit AIDS-Erregern mehr oder weniger eng verwandt sind und die deshalb als Affen- (engl. „simian“) Immundefizienz-Viren, SIVs, bezeichnet wurden. Heute ist die überwiegende Mehrzahl der Experten davon überzeugt, dass sich unter den SIVs die direkten Vorfahren von HIV befinden. 

Molekulare Stammbaumanalysen ergaben, dass die Erreger der HIV-Gruppe 1 in verschiedenen Übertragungsakten aus dem Schimpansenvirus SIVcpzPtt und bei einer Übertragung des Gorillavirus SIVgor in verschiedenen Gegenden Kameruns entstanden. Der Urahn von HIV-1 M, des weltweit am meisten verbreiteten AIDS-Erregers, resultierte um 1900 (1881-1918) im Südwestlichen Kamerun in einem einmaligen Vorgang. 

HIV-2-Viren dagegen stammen in mindestens vier, vielleicht sogar sechs verschiedenen Übertragungen vom Rauchgrau-Mangaben-Virus SIVsm ab. HIV-2 A tauchte spätestens um 1932 erstmalig in der menschlichen Population auf. 

Dagegen ist SIVagm, das in Afrikanischen Grünen Meerkatzen vorkommende Virus kein Ur-Ahn der AIDS-Erreger und mit diesen nur sehr weitläufig verwandt. 

Um 1969 (1963-1971) gelangte HIV-1 M nach Haiti. Von dort wurde aus es von einer infizierten Person, dem „Patient Zero“, Ende der 1960er Jahre in die USA eingeführt und verbreitete sich dann von New York (1972) bis nach Kalifornien (1978). 

 

Militärs und/oder Geningenieure waren also an der Entstehung der AIDS-Erreger nicht beteiligt, auch ihre Entstehung infolge eines Laborunfalles oder einer Impfstoffverunreinigung kann nun endgültig ausgeschlossen werden.

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