Prof.Dr.rer.nat.habil.Erhard Geißler © MDC Foto David Ausserhofer
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Historische Schwerpunktthemen                   

Hundert Jahre Anthrax als Kampfmittel

Vor drei Jahrzehnten habe ich damit begonnen, mich intensiv mit der Geschichte der biologischen Waffen zu beschäftigen. Dabei konnte ich Dokumente entdecken, die belegen, dass der deutsche militärische Nachrichtendienst vor genau 100 Jahren, im Mai 2015, damit begonnen hatte, Krankheitserreger militärisch zu missbrauchen. Eines der heute als am gefährlichsten eingeschätztes biologisches Kampfmittel, der Erreger von Milzbrand Bacillus anthracis, wurde dabei erstmalig eingesetzt, wie auch die Erreger von Rotz.

Ich habe darüber ausführlich berichtet. 

www.degruyter.com>journals>mgzs>article-p107. Dieser Link kann alllerdings nicht direkt von dieser Webseite aus aufgerufen werden.

 

Kein Biowaffeneinsatz im 2. Weltkrieg

Hitler verbot im Mai 1942 Vor-bereitungen zur offensiven biolo-gischen Kriegsführung. Ich konnte nachweisen, daß das durch einen falschen Geheimdienstbericht ausgelöst worden war.

Aber warum war der Diktator gegen den Einsatz biologischer Kampfmittel?          

Seine Bakteriophobie? Angst vor gleichartiger Vergeltung? Ver-tragstreue bezüglich des Genfer Protokolls von 1925?

 

Mehr dazu in diesem 1999 bei LIT erschienenen Buch. 

 

Nicht zuletzt die Auswertung der diesbezüglichen Elemente ver-anlasste mich zu einer Studie über die - wie sich herausstellte - verhängnisvolle Rolle der Geheimdienste auf dem Gebiet der biologischen Kriegführung.

 

 

 

 

Desinformationen

Poster der Wehrmacht in Italien

 

 

Vor einigen Jahren wurde von einem amerikanischen Historiker behauptet, die Deutschen hätten im Zweiten Weltkrieg Biokrieg mit Malaria-Erregern durchgeführt.

 

Jeanne Guillemin vom MIT, Cambridge, Massachussetts, und ich konnten das widerlegen.

Mehr dazu:

 

 

 

In jüngster Zeit wurden ähnliche Behauptungen von einem Tübinger Biologen weltweit kolportiert. Auch sie sind falsch. In Nazi-Deutschland gab es kein offensives Biowaffenprogramm.

Mehr dazu:

 

 

 

 

AIDS stammmt nicht aus US-Genlabor

Kaum war HIV, der AIDS-Erreger entdeckt, geriet die Gentechnik einmal mehr in Verdacht. Die GRÜNEN erklärten 1985 im Deutschen Bundestag, es sei "sehr wahrscheinlich", daß AIDS von im Laboratorium "künstlich [...] erzeugten Organismen hervorgerufen wird". Noch deutlicher wurde man auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs: Jakob Segal äußerte im gleichen Jahr in Ostberlin den Verdacht, daß "AIDS im USA-Forschungs-zentrum für biologische Kriegsführung Fort Detrick durch Genmanipulation entstand". Mit einer ganz ähnlichen Behauptung startete der KGB eine weltweite Desinformationskampagne. 

 

Ich war von Anfang an ganz anderer Meinung und artikulierte die im Dezember 1985 in meinem Festvortrag "Genetic engineering: aid or AIDS?" am dem Hämatologen-Kongress in Karl-Marx-Stadt. Seit dem hat mich dieses Thema beschäftigt. Aber jetzt, Ende 2020, höre ich altersbedingt auf.

Desinformationen im Quadrat

Die Verbreitung des AIDS-aus-Fort-Detrick-Mythos durch den KGB war eine Desinformationskampagne des KGB. Nach dem Zusammenbruch der DDR und der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit behaupteten ehemalige Stasi-Offiziere, das MfS sei bei der Verbreitung desd Mythos aktiv beteiligt gewesen. Ein US-Historiker griff das auf und schmückte es aus. Das war Desinformation über eine Desinformation. Rob Sprinkle und ich nannten es "Desinformation im Quadrat".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis heute wird "Desinformation im Quadrat" betrieben selbst von der Stasi-Unterlagen-Behörde.

Mehr dazu:.

 

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