Prof.Dr.rer.nat.habil.Erhard Geißler © MDC Foto David Ausserhofer
Prof.Dr.rer.nat.habil.Erhard Geißler© MDC Foto David Ausserhofer

Rezensionen (Auszüge)

„Dies ist ein zeitgeschichtliches Dokument von hohem Informationswert. Das betrifft sowohl die haut- und labornah miterlebte Entwicklung von Molekulargenetik und der internationalen Biowaffenkonvention als auch die partei- und staatlicherseits gesteuerte Wissenschaftspolitik der DDR.“

Prof.Dr. Regine Wittkowski, Berliner Ärzte, Nr. 7, 2011.

"Erst auf der Parteihochschule hab' ich gelernt, dass der Marx-Engels eigentlich zweie sind".

"Drosophila" enthält zahlreiche Begebenheiten, die für die Wirkungsweise von Wissenschaft in der DDR erhellend sind. […]

 Das Buch changiert zwischen wissenschaftlich nüchternem Entwicklungs-bericht und überaus reizvollen, in Teilen amüsanten Schilderungen forschungspraktischer Alltagserfahrungen. Hinzu kommen immer wieder Anekdoten, wirklich witzige Witze oder realsozialistische Satiren. […]

Erhard Geißler verschweigt auch nicht, dass er trotz einiger "Dellen" zur Wissen­schafts­nomenklatur gehörte, die gehätschelt und gepflegt wurde. […] Dennoch ist dieses Buch für künftige Forschungen zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte eine wahre Schatzgrube. […]

Geißlers DDR-Biografie ist nicht "DDR-typisch", aber sie zeigt sehr anschaulich, dass es Freiräume gab, die zwar nicht offensichtlich waren, die aber abgetrotzt und genutzt werden konnten. "Drosophila" zeugt von dem meist letztlich nicht zufriedenstellenden Spagat zwischen Mitmachen, Anpassung, Unterwürfigkeit einerseits und Selbstbehauptung, Widerstehen, Widerspruch andererseits und vermag die Diktaturwirklichkeit erheblich zu erhellen.“
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, Berlin. Deutschlandarchiv Nr. 3, 2012. http://www.bpb,de/themen/RN3SHW

Sein Lebensbericht ist das lebendige Zeugnis eines gestandenen Wissenschaftlers in unserer Zeit des bisher niemals erlebten raschen Wandels…

Die Probleme des täglichen Lebens wie jahrelanges Warten auf eine renovierungsbedürftige Familienwohnung, schwieriges „Organisieren“ von Alltagsgegenständen, Ideologie in der Wissenschaft, Briefkontrollen und andere Stasi-Aktivitäten werden bei ähnlich Betroffenen lebendige Erinnerungen wachrufen und andere staunen lassen, wenn der Autor sein facettenreiches Bild der DDR in den 1960er, 1970er und 1980er Jahre zeichnet…

Marlies Eichenberg, Wunstorf, PÄD Praktische Pädiatrie 4/13 (2013)

 


„Die Erinnerungen von Geißler erlauben einen intimen Einblick in das Wissenschaftsgeschehen in der DDR. Sie zeigen die vielen Widersprüche und Grautöne, oft mit einem altersmilden, schmunzelnden Unterton. Vor allem warnt Geißler davor, Vorurteile kritiklos zu übernehmen, und plädiert dafür, sich stets ein eigenes Urteil zu bilden. Dies gelte für die DDR, aber genauso auch für die Rüstungskontrolle, wie Geißler mit Verweis auf die ‚Massenverschwindungswaffen’ des Irak bemerkt.“

Prof. Dr. Michael Brzoska,Hamburg. Sicherheit und Frieden 30, Nr. 1, 2012.

  

„Das großartige Buch von Erhard Geißler zeichnet ein authentisches und höchst differenziertes Bild vom DDR-Wissenschaftsbetrieb speziell in den Naturwissenschaften. Dort hatte selbst ein Mann wie Geißler, der schon früh mit der SED gebrochen hatte, die Chance zum Aufstieg, zur Professur, sogar zum internationalen Austausch auch über die RGW-Grenzen hinaus. Geißler hat ein sehr ehrliches Buch geschrieben. Es lebt nicht von den Abstraktionen, sondern von der genauen, subtilen Beschreibung des Alltages. […] Wer die DDR wirklich verstehen will kommt an ihren ehrlichen Zeitzeugen nicht vorbei.“

Michael Schäfer, Forum Neue Länder, März 2011.

 

 „Des gebürtigen Leipzigers (Jg. 1930) mit Anekdoten und Selbstironie gewürzten und spannend zu lesenden Erinnerungen schöpfen aus dem Vollen. […] Der Leser erfährt vieles, was sich auf der Bühne und hinter den Kulissen des Wissen­schafts­betriebes und der Politik abgespielt hat.“

Prof. Dr. Rolf Löther, Neues Deutschland, 18. August 2011.

 

„Geißler berichtet lebendig – und bei der zum Teil sehr komplizierten Materie – immer gut verständlich über Laborexperimente, Treffen mit bedeutsamen Persönlichkeiten, theoretische Überlegungen und wichtige Konferenzen. Er nimmt dabei seine Leser mit auf eine spannende Reise durch eine Zeit, die durch den ‚Kalten Krieg’, die Mitte der 80iger Jahre einsetzende Entspannung (KSZE) und die Wiedervereinigung geprägt war. […] Erhard Geißler hat wichtige Jahre seines Lebens in der ehemaligen DDR verbracht. Mit großer Sachlichkeit berichtet er über das ‚normale Leben’, über Hoffnungen und Enttäuschungen, Möglichkeiten und Grenzen in Zeiten der Systemkonfrontation, des Umbruchs und des Neubeginns. Die Ehrlichkeit bei der Schilderung auch dieser Facette macht ihn zu einem echten und lesenswerten Zeitzeugen.“

Prof. Dr. Gisbert Menzel, Greifswald. Wehrmed.Mschr. 56, Nr. 5-6, 2012. 

 

 

„Sehr viele Details – zum Schmunzeln, aber auch aufschlussreich bezüglich der Schwierigkeiten ostdeutscher Wissenschaft – aus dem Nähkästchen der Wissenschaftsorganisation in der DDR geplaudert […] Insgesamt ein ausgezeichnetes Buch."

Dr. Wieland Berg, Halle (Saale)  Naturwiss.Rdsch 64, Nr. 8, 2011

 

 

"Geißlers Autobiographie ist spannend geschrieben und eine wertvolle Quelle nicht nur für den kleinen Kreis derjenigen, die sich für die Entwicklung der Genetik und Molekularbiologie in der DDR und die Geschichte der biologischen Rüstungskontrolle interessieren, sondern weit darüber hinaus. Die gelungene Mischung aus persönlichen Anekdoten, harten und überraschenden Fakten sowie Hintergrundwissen, wie es nur von einem Zeitzeugen offenbart werden kann, machen das Buch zu einer interessanten, lehrreichen und unterhaltsamen Lektüre."

Prof.Dr.Stefan Kirschner, Hamburg Zeitschr.Forschungsverbund SED-Staat, Nr. 34, 2013

 

 

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