Prof.Dr.rer.nat.habil.Erhard Geißler © MDC Foto David Ausserhofer
Prof.Dr.rer.nat.habil.Erhard Geißler© MDC Foto David Ausserhofer

Der AIDS-aus-Fort-Detrick-Mythos

Manche glaubten, der AIDS-Erreger sei bei der Suche nach neuartigen Krankheitserregern, die als potentielle biologische Kampfmittel in Frage kommen, in den Urwäldern Afrikas oder Südamerikas entdeckt worden. Entsprechende Überlegungen wurden erstmals 1983 in einer weithin unbekannten linken indischen Zeitschrift geäußert und zwei Jahre später von der sowjetischen Literaturnaya Gazeta weltweit verbreitet. 

Der isolierte Erreger sei dann u.a. im USAMRIID, Fort Detrick, weiter bearbeitet und dabei freigesetzt worden.

Andere glaubten auch, HIV sei ein Produkt US-amerikanischer Biowaffenforschung. Allerdings bestritten sie eine natürliche Herkunft des Erregers. Vielmehr sei er von Menschenhand geschaffen. Genährt wurden solche Spekulationen von der Furcht, die Gentechnik könne die Schaffung neuartiger Lebewesen ermöglichen.

Herausragende Vertreter solcher Überlegungen waren der emeritierte Biologie-Professor Jakob Segal und seine Frau Lilli. Beide waren sowjetische Staatsbürger, lebten aber seit 1953 in Ostberlin.

Jakob Und Lilli Segal, 1987. Foto: Kuno Kruse

Jakob und Lilli Segal behaupteten, HIV sei auf Befehl des Pentagon bei der Entwicklung neuartiger Biowaffen in Fort Detrick mit den Methoden der Gentechnik konstruiert worden.

 Den neu geschaffenen Erreger habe man heimlich bei nicht informierten Gefangenen getestet. Die seien dann entlassen worden und hätten das Virus unwissentlich auf andere Homosexuelle übertragen.

 

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